Wer kennt sie nicht die warnenden Schilder rechts neben der Landstraße oder Autobahn..."Runter vom Gas" oder "Eile tötet". Die Idee: Angst erzeugen, damit man nicht so schnell fährt. Und Angst ist ein starkes Gefühl, dass verpackt in die richtigen Bilder, sehr groeß Wirkung erzeugen kann. Man erinnere sich nur zu gern an die Schweinegrippe oder die Angst, die ausgelöst wurde durch die Bilder von SARS Infizierten. Angst ist jedoch auch ein Gefühl das Menschen gern verdrängen - vor allem auf der Straße. So wundert es nicht, dass viele Menschen die mahnenden Schilder absichtlich ignorieren und trotz häufig drohender Bußgelder weiter aufs Gas treten.
Dass es auch anders geht, zeigt eine zunehmende Anzahl an Melody Roads bzw. Singing Streets in Asien. Denn neben Angst und Bestrafung, kann man Menschen auch Anreize bieten, ein bestimmtes Verhalten zu zeigen. Im Marketing weiß man das nur zu gut :) Die Idee der "singenden Straßen" ist deshalb auch genial und simpelt zugleich: Fährt man mit seinem Auto eine bestimmte Geschwindigkeit, so spielt die Straße ein Lied. Das Prinzip ähnelt dem der Randmarkierungen, die beim Überfahren zu einem lauten Brummgeräusch führen, nur hier ist es auf die gesamte Straße übertragen worden. Und natürlich mit Sinn für guten Musikgeschmack :)
Zwei Beispiele
Anyang in Süd Korea
Japan
Auch in den USA gibt es erste Tests
Die Idee ist übrigens nicht ganz neu und bereits in Dänemark in den 90er Jahren im Rahmen eines Kunsprojekts einmal getestet worden, nur nie im großen Stil umgesetzt worden.

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